Linkdump

» Anprechpartner

.

Fesselsdorf

Bergmann Edwin
Tel. 09504/359
Email: info@reifen-bergmann.de

Mährenhüll
Pia Martin
Tel. 09504/502
E-Mail: pia.martin@web.de

Stadelhofen

Reinhold Stenglein
Tel. 09504/1253
Email: r-stenglein@t-online.de


Wattendorf

Sandra Schmidtlein
Tel. 09504/923869
uwe.schmidtlein@web.de

Nikolaus Hetzel
Tel. 09504/431
Email: nikolaus.hetzel@t-online.de

Sandra Hetzel
Tel.: 09504/923731
Email: s.hetzel80@gmail.com
.

  Kein Kommentar |

« Widerstand gegen Wind… | home | Brief an die Stadt Ho… »

Brief an Seehofer

Freitag 27 September 2013 at 1:00 pm.

An den

Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern

Herrn Horst Seehofer

Bayerische Staatskanzlei

Franz-Josef-Strauß-Ring 1

80539 München       

                        20. Juli 2013

Offener Brief zur Windenergieplanung in Oberfranken und im gesamten Bayern

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

wir, die Bürgerinitiativen  ProHEIMAT Fränkischer Jura e.V. und  BI Jurawindpark, begrüßen sehr Ihre angekündigte Bundesratsinitiative, für Windkraftanlagen die Abstandsvorschriften zur Wohnbebauung im Sinne der sog. „10H-Regel“ zu erweitern, d.h. im Sinne der Gesundheit der betroffenen Bevölkerung die bestehenden Vorschriften erheblich zu verbessern. Bei Erfolg würden Sie eindeutig Ihrer verfassungsgemäßen Aufgabe nachkommen, als „Landesvater“ Schaden von Ihrem Volk abzuwenden. Wir hoffen sehr darauf!

Wie Sie sicherlich wissen, steht im Regierungsbezirk Oberfranken der Regionalplan Oberfranken-Ost vor der (vorläufigen) Vollendung, der von Oberfranken-West tritt in die letzten Verfahrensschritte ein (z.B. Auslegung mit möglichen Einwendungen durch Kommunen, Bürger und Träger öffentlicher Belange). Eine im Sinne der Bevölkerung positive Änderung der Anlagenabstände zur Wohnbebauung ist von der Behörde nicht berücksichtigt, da nach wie vor der Bayerische Windenergie-Erlass in seiner aktuellen Fassung dies nicht vorsieht.

Aufgrund Ihres öffentlichen Bekenntnisses zu einer Gleichverteilung der aus der Energiewende resultierenden Belastungen auf die Lebensbedingungen im gesamten Bayernland kann man den Bürgern hier vor Ort nicht vermitteln, dass in Bayern zurzeit eindeutig mit zweierlei Maß gemessen wird: Aufgrund der fortgeschrittenen Vorplanung in unserer Region und eines wohl noch relativ lange währenden (eventuellen) Gesetzänderungsverfahrens für vorgeschriebene Mindestabstände von Windkraftanlagen zu Siedlungen käme für uns die von Ihnen in die Diskussion eingebrachte 10H-Regelung sicherlich zu spät. Nach jetzigem Stand würden die planfeststellungsmäßig „vorpreschenden“ (warum auch immer?) oberfränkischen politischen Verwaltungsgremien die negative Hauptlast der bayerischen Energiewende in vorauseilendem Gehorsam auf ihre Bürger übertragen. Der Rest Bayerns, vor allem der Süden, kann in aller Ruhe abwarten – und tut es offensichtlich auch.

Wenn Sie mit Ihrer Gesetzesinitiative tatsächlich glaubwürdig sein und sich nicht dem Vorwurf einer „Wahlkampfluftnummer“ aussetzen wollen, müssen die Regionalplanungsbehörden umgehend angewiesen werden, sofort alle Planungen in Bezug auf Vorrangflächen für Windkraftanlagen auszusetzen, ein Moratorium also, bis eine endgültige Klärung allgemeingültiger, zumindest bayernweiter Mindestabstände erzielt ist. Selbstverständlich sind bis dahin auch Genehmigungsverfahren für alle weiteren Bebauungsabsichten mit WKAs einzufrieren. Die politischen Entscheidungsträger in München in der Staatsregierung und im Landtag könnten dies sehr wohl bewerkstelligen, wenn sie den tatsächlichen Willen dazu hätten. Wir bezweifeln, dass eine Abstandsregelung überhaupt über eine gesamtdeutsche Gesetzgebung festgelegt werden muss. Die Hoheitsrechte eines Bundeslandes genügen mit Sicherheit, um für dieses und seine Bevölkerung souveräne Entscheidungen für sein Gebiet zu treffen.

Ausdrücklich positiv im Sinne der Bürgerinnen und Bürger hervorzuheben ist in dieser Hinsicht die während des vergangen halben Jahres dokumentierte Weitsicht entscheidender Gemeindeparlamente vor Ort – dreier zusammenhängender, zentral gelegener Kommunalgebiete –, wie die des Marktgemeinderates von Wonsees, des Stadtrats von Weismain (einschließlich des Bürgermeisters) und des Gemeinderats von Stadelhofen (einschließlich Bürgermeisters), die in weiser Einsicht das überwiegende Votum ihrer Bürgerinnen und Bürger   g e g e n   die Errichtung von beabsichtigten überdimensionierten sog. „Windparks“ von Projektanten und deren unbekannten globalen Investoren in unserem (laut Windatlas) eindeutigen Schwachwindgebiet mit praktisch einstimmiger Mehrheit abgelehnt haben. 6300 Unterschriften, 90 % (!) der Bevölkerung auf dem Jura, zeugen von der massiven Gegnerschaft einer Zerstörung unserer Heimat durch (auch wirtschaftlich zweifelhafte) angekündigte Windkraftanlagen von bis zu (zurzeit!) 260 m Höhe. In der Marktgemeinde Wonsees alleine (ca. 1000 Wahlberechtigte, wovon i.Allg. 70 % zur Wahl gehen) unterschrieben innerhalb von 3 Wochen knapp 500 Wahlberechtigte dafür, dass auf ihrem Gemeindegebiet keinerlei derartiger monströser „Windpark“ entstehen solle.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Für die sogenannte Energiewende haben wir  im Jura schon sehr viel geleistet. Mit mehr als 100 ha Freiflächen für Photovoltaik, 12 Biogasanlagen und 14 Windrädern erzeugen wir bereits genug erneuerbarer Energie – jedenfalls erheblich mehr bezogen auf die Fläche als praktisch alle anderen Regionen in Bayern.

Die Beplanung bei uns mit vorgesehenen 1500 ha Windvorranggebieten in einem Radius von 8 km ist eine Unverfrorenheit gegenüber der Bevölkerung, die hier lebt, wohnt, arbeitet und nicht zuletzt Steuern zahlt.

Wir fordern eine gleichmäßige WKA-Verteilung auf   g a n z   Bayern und   a l l e   Gebiete, in denen eine 10H-Abstandregel zum Schutz der Bevölkerung eingehalten werden kann.

In Bayern weisen 1,4 % der Landesfläche einen Mindestabstand von 2000 m zur nächsten Wohnbebauung auf, ausreichend für über 4000 (!) Windindustrieanlagen.

Für eine Zerstörung unserer Heimat und zu erwartende Entvölkerung der Region, werden Bürgermeister und Kommunalparlamente, Landräte und nicht zuletzt die Bayerische Staatsregierung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten für deren nicht ernst genug genommene Verantwortung für unsere Bürgerinnen und Bürger dann von eben dieser Bevölkerung verantwortlich gemacht werden. Denn: Nachweislich wurden diese Gremien von uns und anderen Gruppierungen immer wieder vor den bereits heute bekannten und absehbaren Risiken der Windkrafttechnologie in unserer Schwachwindgegend gewarnt.

Unsere Bevölkerung ist jetzt eindeutig nicht bereit, auch noch Schrottplatz Bayernsin Bezug auf wirtschaftlich letztendlich unrentable Windkraftparks in unserer Gegend zu werden. (So ganz nebenbei sollen auch noch durch unser Franken – planungsmäßig bis heute relativ ungenau festgelegt, wohl um Widerstände zu vermeiden – gleich zwei Gleichstromtrassen gen Süden geführt werden.) Eigenartigerweise gibt es in den Tourismusgebieten Südbayerns aber auch in den übrigen Bayerischen Regierungsbezirken anscheinend keine bzw. kaum Bestrebungen Regionalpläne, wie sie in Oberfranken fast abgeschlossen sind, überhaupt zu beginnen. Da stellt sich bei uns schon die Frage: „…???“

Dass wir für die dubiosen Aktivitäten einer zweifelhaften Windradlobby (Der geht es in unserer Gegend nur um den Verkauf ihrer Anlagen, wohlwissend dass bei uns in der Region keine Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann.), unsere Heimat zerstören lassen, unsere Gesundheit und die unserer Kinder opfern (z.B. durch Infraschall, Schattenschlag und Lärm in der Umgebung einer Anlage) und Millionen an Grundstückswertverlusten hinnehmen sollen, sind unübersehbare Ursachen für den durch Unterschriftenlisten nachgewiesenen massiven Widerstand in unserer Region gegen derartige WKA Konzentrationsflächen.

Bitte sorgen Sie als „Landesvater“ für die Gleichbehandlung Ihrer „Landeskinder“ – sogar für uns aus Oberfranken!

Bremsen Sie bitte vorerst zunächst den ungerecht verteilten Wahnsinn auf unsere nordbayerischen Kosten – und die der nächsten Generationen!

Guter Hoffnung im Namen unserer über 6300 Unterstützer und 183Vereinsmitglieder und mit freundlichen Grüßen  

Edwin Bergmann                        Jürgen Klüpfel

im Namen von  ProHEIMAT Fränkischer Jura e.V. und  BI Jurawindpark

Info unter  www.jurawindpark.de

 

Impressum

Herausgeber:
Edwin Bergmann
Fesselsdorf 1
96260 Weismain
Tel. 09504/359
Email: info@reifen-bergmann.de

Archive

Kategorien

Suche